Wenn eins zum anderen gekommen ist: behandlung von komorbiden Suchterkrankungen.

Angststörungen, Überbelastung, Existenzängste und andere subjektiv erlebte Einschränkungen führen nicht selten dazu, dass Menschen versuchen, sich unter Einsatz von Alkohol, Drogen oder Medikamenten selbst zu behandeln.

Was muss man sich unter dem Begriff Suchtmedizin vorstellen?

Wie erkennt man komorbide Suchtprobleme?

Genussmittel Alkohol: Welche Anzeichen im familiären Umfeld gibt es zu beachten?

Stichwort Handysucht: Welche Entwicklung im Bereich der stoffgebundenen Süchte gibt es?

Wie sieht ein typischer Behandlungsverlauf im Bereich der Suchtmedizin aus?

Was ist der erste Schritt bei schwer abhängigen Patienten im Bereich der Suchtmedizin?

Welche Altersschichten sind hauptsächlich betroffen?

Gibt es eine übergreifende Zusammenarbeit mit anderen Fachbereichen?

Wird dies nicht medizinisch überwacht, kann ein solches Vorgehen in einer Sucht enden, die zu der eigentlichen Grunderkrankung dann noch hinzu kommt. Hier greift die Suchtmedizin.

Ein typisches Beispiel sind Schmerzpatienten – besonders jene mit chronischem Kopfschmerz nach Traumata oder Migräne –, die in Folge einen durch die übermäßige Einnahmen von Medikamenten induzierten Kopfschmerz entwickeln. Betroffene sind zunehmend abhängig von Schmerzmitteln, um in Beruf und Privatleben funktionieren zu können, ohne aber im engeren Sinne „süchtig" danach zu sein, da diese Medikamente das psychische Erleben primär unbeeinflusst lassen.

Mindestens ebenso häufig sind Alkohol- und Drogenmissbrauch, etwa um eine Depression, Trauer, Burn-out oder Ängste zu kompensieren. Hier kann es vorkommen, dass ein Rauschzustand eher hilft, den Alltag zu meistern, während auf der anderen Seite die bekannten Nebenwirkungen von Alkohol und Drogen zum Tragen kommen. Durch diese Koppelung kommt es zu weiteren Symptomen, die einen körperlichen Verfall allmählich abzeichnen. Sowohl Alkohol als auch Drogen haben eine hohe Sterbequote aufgrund der damit verbundenen Vergiftung des Körpers.

In der Behandlung geht es in unserer Klinik häufig zuerst einmal darum, Betroffene bei der allmählichen Reduktion des Suchtstoffes zu unterstützen. Ziel ist letzten Endes die Absetzung der psychotropen Substanz unter Einsatz von Psychotherapie. Mitunter kann es auch nötig sein, eine vorübergehende Medikation, welche den Entzug erträglich macht, zum Einstieg zu verordnen. Schritt für Schritt kommt es zu einer Umstellung – weg von der Bewusstseinsdämpfung und hin zur Aufmerksamkeit gegenüber der Psychotherapie und deren Inhalten.

Besonderen Wert legen wir hier auf eine fachneurologische Betreuung sowie einen intensiven Arzt-Patienten-Kontakt im Einzel- wie Gruppensetting. Entspannungsverfahren unter Zuhilfenahme von Biofeedback werden so geübt und erlernt, dass sie möglichst problemlos in den Alltag übertragen werden können.

Ihr Ansprechpartner
Dr. med. Dipl.- Psych. Thomas Frittrang (Stellvertretender Ärztlicher Direktor, Leitender Psychologischer Psychotherapeut)
Dr. med. Dipl.- Psych. Thomas Frittrang
Stellvertretender Ärztlicher Direktor, Leitender Psychologischer Psychotherapeut
Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, Rehabilitationswesen, Suchtmedizin, Forensische Psychiatrie, Verkehrsmedizin, Psychologischer Psychotherapeut
Natur & Umgebung Albstadt

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