Spezielle Psychosomatik: Schwindel, Bruxismus & Tinnitus
Körperliche Beschwerden ohne eindeutigen organischen Befund stellen für Betroffene oft eine große Belastung dar. Wenn sich die Welt dreht, das Ohr pfeift oder der Kiefer schmerzt, ist häufig das feine Zusammenspiel von Körper und Seele aus dem Takt geraten. In der CuraMed Akutklinik Albstadt haben wir uns auf diese sogenannten funktionellen Störungen spezialisiert. Ob psychogener Schwindel, chronischer Tinnitus oder stressbedingtes Zähneknirschen (Bruxismus): Wir helfen Ihnen, die körperlichen Warnsignale zu verstehen und durch einen ganzheitlichen Ansatz Ruhe und Stabilität zurückzugewinnen.
- Sorgfältige Diagnostik: Vor jeder psychosomatischen Behandlung schließen wir organische Ursachen (z. B. durch HNO, Neurologie) sicher aus.
- Psychogener Schwindel: Behandlung der "Angst vor dem Schwindel" und Durchbrechung der Selbstbeobachtungs-Spirale.
- Tinnitus-Bewältigung: Strategien, um das Ohrgeräusch aus dem Fokus zu rücken ("Überhören lernen") und Stress zu reduzieren.
- Bruxismus (Zähneknirschen): Entlastung von Kiefer und Seele durch die Kombination von Schienenversorgung und Entspannungsverfahren.
- Multimodaler Ansatz: Wir behandeln nicht nur das Symptom, sondern die zugrundeliegenden Belastungen wie Stress, Ängste oder Depressionen.
Wenn der Körper für die Seele spricht
Bei Schwindel, Tinnitus und Bruxismus handelt es sich oft um komplexe Geschehen. Körperliche Auslöser (wie ein Hörsturz oder eine Fehlstellung) und psychische Faktoren (wie Stress, Konflikte oder Ängste) verstärken sich gegenseitig. Unser Behandlungskonzept setzt daher auf mehreren Ebenen gleichzeitig an.
Psychogener Schwindel
Der Verlust der Standfestigkeit Schwindel ist weit verbreitet, doch oft findet sich keine organische Ursache im Innenohr oder Gehirn. Man spricht dann von psychogenem oder somatoformem Schwindel. Die häufigste Form ist der phobische Schwankschwindel. Er tritt oft bei Menschen zwischen 30 und 50 Jahren in Phasen hoher psychischer Belastung auf. Betroffene schildern eine diffuse Benommenheit oder Gangunsicherheit, oft verbunden mit der Angst, ohnmächtig zu werden. Typische Auslöser sind Menschenmengen, Brücken oder leere Räume. Der Teufelskreis: Aus Angst vor der nächsten Attacke achten Betroffene extrem auf ihr Gleichgewicht. Diese ständige "Selbstbeobachtung" führt dazu, dass normale körperliche Schwankungen als bedrohlich wahrgenommen werden – der Schwindel verstärkt sich. Therapie: Wir durchbrechen diesen Kreislauf durch Aufklärung, Verhaltenstherapie (Angstbewältigung) und gezieltes körperliches Gleichgewichtstraining.
Tinnitus
Den inneren Ton leiser drehen Pfeifen, Rauschen, Summen: Tinnitus bedeutet Stress. Während im akuten Stadium (erste 3 Monate) Heilungschancen bestehen, geht es beim chronischen Tinnitus vor allem um die Rückgewinnung der Lebensqualität. Tinnitus entsteht oft im Zusammenspiel von Lärmschädigung, Hörsturz und psychischem Stress. Unser Ziel ist es, die emotionale Bewertung des Geräuschs zu verändern. Wenn das allgemeine Stresslevel sinkt und Begleiterkrankungen (wie Schlafstörungen oder Depressionen) behandelt werden, lernt das Gehirn, den Tinnitus als "unwichtig" einzustufen und auszufiltern. Das Geräusch tritt in den Hintergrund.
Bruxismus
Ein Ventil für inneren Druck Wer sich "durchs Leben beißt", tut dies oft wörtlich. Beim Bruxismus werden die Zähne unbewusst aufeinandergepresst oder aneinandergerieben – meist nachts, aber auch tagsüber in Stresssituationen. Die Folgen reichen von Zahnschäden über massive Kopf- und Nackenschmerzen bis hin zu Tinnitus, da Kiefergelenk und Ohr anatomisch eng verbunden sind. Therapie: Eine Aufbissschiene schützt die Zähne (Symptombehandlung). Um jedoch die Ursache zu beheben, setzen wir auf Entspannungsverfahren (z. B. Progressive Muskelentspannung) und psychotherapeutische Stressreduktion.
Häufige Fragen zu Schwindel, Bruxismus & Tinnitus
Bilde ich mir den Schwindel oder die Geräusche nur ein?
Ist Tinnitus heilbar?
Wie hängen Zähneknirschen und Tinnitus zusammen?
Warum hilft Psychotherapie bei Schwindel?
Medizinisch geprüft von: Dr. med. Dipl.- Psych. Thomas Frittrang (Chefarzt / Leitender Psychologischer Psychotherapeut) und Dr. med. Björn Kruse (Stv. Chefarzt / Leitender Oberarzt)
Datum der letzten Prüfung: 08. Januar 2026

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