Stoffgebundene und stoffungebundene Suchterkrankungen: Multimodale Therapie in Albstadt
Sucht ist selten ein isoliertes Problem. Oft beginnt sie als Versuch, innere Leere, Ängste, Depressionen oder unerträglichen Stress zu betäuben. Was als vermeintliche Hilfe beginnt, entwickelt sich schleichend zu einer eigenständigen Krankheit, die das Leben bestimmt. In der CuraMed Akutklinik Albstadt bieten wir Ihnen einen geschützten Raum, um diesen Teufelskreis zu durchbrechen. Wir behandeln nicht nur die Sucht, sondern gleichzeitig die dahinterliegenden seelischen Ursachen – diskret, kompetent und auf Augenhöhe.
- Doppeldiagnose im Fokus: Wir behandeln Suchterkrankungen fast immer im Zusammenhang mit begleitenden psychischen Störungen (Komorbidität).
- Stoffgebunden & Verhaltenssüchte: Unser Spektrum reicht von Alkohol und Medikamenten bis hin zu Spielsucht oder Medienabhängigkeit.
- Abstinenz als Chance: Ziel ist nicht Verzicht, sondern der Gewinn neuer Lebensqualität und emotionaler Stabilität (Abstinenzgewinn).
- Individuelle Therapie: Multimodale Psychotherapie kombiniert mit bei Bedarf angepasster medikamentöser Unterstützung.
Wenn die "Selbstmedikation" zur Falle wird
Viele Menschen greifen zu Suchtmitteln oder flüchten in bestimmte Verhaltensweisen, um unangenehme Gefühle kurzfristig auszuschalten. Alkohol gegen die Angst, Schmerzmittel gegen die innere Anspannung, Glücksspiel gegen die Depression. Fachlich sprechen wir von einer dysfunktionalen Selbstmedikation.
Das Tückische daran: Die lindernde Wirkung lässt immer schneller nach, während die Probleme wachsen. Die psychische Grunderkrankung und die Sucht beginnen, sich gegenseitig zu verstärken. Ein Teufelskreis entsteht, aus dem ein Entkommen ohne professionelle Hilfe kaum noch möglich ist. Um eine nachhaltige Genesung zu ermöglichen, müssen daher zwingend beide Bereiche – die Sucht und die psychische Belastung – koordiniert behandelt werden.
Unser Behandlungsspektrum: Welche Süchte behandeln wir?
In Albstadt decken wir ein breites Spektrum an Abhängigkeitserkrankungen ab. Wir unterscheiden dabei zwischen stoffgebundenen Süchten (Substanzen) und stoffungebundenen Süchten (Verhaltensweisen)
Stoffgebundene Suchterkrankungen
- Alkohol: Die häufigste Form der Abhängigkeit, oft gesellschaftlich lange unbemerkt.
- Medikamente: Abhängigkeit von Benzodiazepinen (Beruhigungsmittel) oder Schmerzmitteln (Opioide/Nicht-Opioide).
- Illegale Drogen: Cannabis, Amphetamine, Kokain.
- Chemsex-Substanzen: Konsum spezifischer Substanzen zur Sexualisierung des Erlebens.
- Tabak: Nikotinabhängigkeit (oft als Begleitbehandlung).
Diese Süchte hinterlassen keine Einstichstellen oder "Fahnen", sind aber für die Psyche und das soziale Leben ebenso zerstörerisch:
- Glücksspielsucht: Automatenspiel, Sportwetten, Casino.
- Medienabhängigkeit: Exzessive Computerspielsucht (Gaming) oder Internetnutzung.
- Sexsucht: Zwanghafter Konsum von Internetpornografie oder Cybersex.
Der Weg zurück in die Freiheit: Unser Therapiekonzept
Eine erfolgreiche Therapie setzt oft eine körperliche Entgiftung voraus, um den Kopf für die psychotherapeutische Arbeit frei zu bekommen. Ist diese erfolgt (oder bei Verhaltenssüchten nicht nötig), beginnt unsere eigentliche Arbeit: Die Entwicklung von Veränderungsmotivation.
Wir arbeiten mit Ihnen nicht gegen die Sucht, sondern für ein besseres Leben.
- Verhaltenstherapie: Wir identifizieren die Auslöser (Trigger) und erarbeiten Strategien, um mit Suchtdruck (Craving) umzugehen.
- Training emotionaler Kompetenzen: Lernen, Gefühle wie Wut, Trauer oder Langeweile auszuhalten, ohne zu konsumieren.
- Achtsamkeit & Körpertherapie: Verbesserung der Körperwahrnehmung und Stressreduktion.
- Kreativtherapien: Musik- und Gestaltungstherapie, um non-verbalen Zugang zu Emotionen zu finden.
- Rückfallprophylaxe: Konkrete Notfallpläne für kritische Situationen im Alltag nach der Klinik.
Videos von Dr. med. Dipl.- Psych. Frittrang über Suchterkrankungen
Häufige Fragen zu Angststörungen
Muss ich "clean" sein, bevor ich in die Klinik komme?
Behandeln Sie auch die Depression hinter der Sucht?
Was versteht man unter "Abstinenzgewinn"?
Ist Diskretion gewährleistet?
Medizinisch geprüft von: Dr. med. Dipl.- Psych. Thomas Frittrang (Chefarzt / Leitender Psychologischer Psychotherapeut) und Dr. med. Björn Kruse (Stv. Chefarzt / Leitender Oberarzt)
Datum der letzten Prüfung: 08. Januar 2026

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