Das multimodale Gruppentherapie-Angebot der CuraMed Akutklinik Albstadt
Der Austausch mit anderen Menschen ist einer der stärksten Wirkfaktoren in der Psychosomatik. In der CuraMed Akutklinik Albstadt setzen wir auf ein vielseitiges ("multimodales") Gruppenkonzept, das Kopf, Herz, Körper und das soziale Miteinander gleichermaßen anspricht. Unsere vier zentralen Therapiebausteine greifen ineinander, um Ihnen umfassende Kompetenzen für den Alltag zu vermitteln – vom Verstehen der Krankheit bis zum spürbaren Vertrauen in den eigenen Körper.
- Vielseitigkeit: Wir kombinieren kognitives Training, Wissensvermittlung, zwischenmenschliche Interaktion und körperorientierte Arbeit.
- Hohe Frequenz: Durch die Kombination der Angebote profitieren Sie von einer dichten therapeutischen Begleitung über die gesamte Woche.
- Geschützter Rahmen: Alle Gruppen werden von erfahrenen Therapeuten geleitet und unterliegen der strengen Schweigepflicht.
- Praxisbezug: Der Fokus liegt nicht nur auf der Analyse, sondern auf dem konkreten Üben neuer Verhaltensweisen für den Alltag.
Unsere vier Therapiegruppen im Überblick
Jedes unserer Gruppenangebote hat einen spezifischen Fokus. Gemeinsam bilden sie ein ganzheitliches Behandlungskonzept, das individuell auf Ihre Bedürfnisse wirkt.
Das SET ist ein eigens von unserem Chefarzt entwickeltes, kognitiv-behaviorales Therapieprogramm. Übergeordnetes Ziel ist es, stressassoziierte und rückfallrelevante Belastungen im Alltag früher zu erkennen und deren Bewältigung zu optimieren.
- Wahrnehmung & Ausdruck: Wir trainieren nicht nur das gesprochene Wort, sondern auch die Wahrnehmung von körpersprachlichen und paraverbalen Signalen (z.B. Tonfall). Zentral sind hierbei der Ausdruck von Bedürfnissen, das Annehmen von Lob und Kritik sowie die Fähigkeit zur Abgrenzung und Selbstfürsorge.
- Konfliktmanagement: Nach einer Einführung in die Kommunikationspsychologie nutzen wir alltagsnahe Übungen und Streitgespräche, um Konflikte im persönlichen und beruflichen Umfeld besser zu lösen und Emotionen dabei adäquat zu regulieren.
- Krankheitsverarbeitung: Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der selbstwertförderlichen Verarbeitung der Erkrankung. Anhand konkreter Fallbeispiele üben wir den Umgang mit Fragen aus dem sozialen Umfeld, um eine akzeptierende und von Selbststigmatisierung befreite Haltung zu entwickeln. (Frequenz: 2 Gruppentermine wöchentlich à 50 Minuten)


In dieser Gruppe steht das "Hier und Jetzt" des menschlichen Miteinanders im Mittelpunkt. Die Gruppe dient als Spiegelbild Ihrer Beziehungen im Außen und bietet ein Übungsfeld für neues Verhalten.
- Beziehungsmuster erkennen: Innerhalb des haltgebenden Rahmens werden eigene Ängste, Erwartungen und Rollenverhalten in Kontakt mit anderen sichtbar.
- Feedback & Spiegelung: Sie erhalten ehrliche Rückmeldungen von Mitpatienten und Therapeuten, wie Sie auf andere wirken.
- Veränderung: Sie haben die Möglichkeit, eingefahrene Beziehungsmuster zu hinterfragen und im geschützten Raum neue, positivere Arten der Kontaktaufnahme zu erproben. (Frequenz: 2 Gruppentermine wöchentlich à 50 Minuten)
Wissen schafft Sicherheit und nimmt Angst. In diesem Modul machen wir Sie zusammen mit den anderen Therapien zum "Experten in eigener Sache".
- Wissensvermittlung: Wir vermitteln wissenschaftlich fundiertes Wissen über psychische Krankheitsbilder und psychologische Konzepte.
- Lernfelder: Ziel ist es, interessante Lernfelder zu bereiten, um die Hintergründe Ihrer Problematik besser zu verstehen.
- Empowerment: Durch das Verständnis der Mechanismen fühlen Sie sich den Symptomen weniger ausgeliefert und können aktiver an Ihrer Genesung mitwirken. (Frequenz: 1 Gruppentermin wöchentlich à 50 Minuten)


Nicht alles lässt sich in Worte fassen. Die VBT nutzt Körperbewegung und Körpersprache als therapeutisches Mittel, um den Zugang zu den eigenen Gefühlen zu verbessern.
- Non-verbale Kommunikation: Durch Beobachtung, Kooperation und das körperliche Berühren in der Gruppe treten Sie ohne Sprache in Kontakt.
- Körperwahrnehmung: Sie lernen, das eigene Verhalten sowie psychische und körperliche Veränderungen bewusster zu erleben.
- Vertrauen: Übungen, die gegenseitigen Halt erfordern, stärken das Vertrauen in die eigene Kraft und in die Gruppe. (Frequenz: 1 Gruppentermin wöchentlich à 50 Minuten)
Häufige Fragen zu multimodales Gruppentherapieangebot
Warum ist die Teilnahme an allen Gruppen sinnvoll?
Ich habe Angst, vor anderen zu sprechen. Ist das schlimm?
Sind die Inhalte der Gruppen vertraulich?
Was unterscheidet das SET von der Interaktionellen Gruppe?
Medizinisch geprüft von: Dr. med. Dipl.- Psych. Thomas Frittrang (Chefarzt / Leitender Psychologischer Psychotherapeut) und Dr. med. Björn Kruse (Stv. Chefarzt / Leitender Oberarzt)
Datum der letzten Prüfung: 08. Januar 2026

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