Bewegungspsychologische Gruppe: Körper und Psyche gemeinsam stärken

Dass Sport dem Körper gut tut, ist allgemein bekannt. Doch Bewegung kann noch viel mehr: Sie ist eines der wirksamsten Mittel, um die psychische Gesundheit zu stabilisieren. Zahlreiche Studien belegen, dass gezielte körperliche Aktivität Symptome von Depressionen, Angst- und Schlafstörungen lindern sowie die Konzentration verbessern kann. In unserer bewegungspsychologischen Gruppe nutzen wir genau diesen Effekt. Wir kombinieren Wissen (Psychoedukation) mit Tun (Sport), um Bewegung als feste Ressource für Ihre Lebensqualität zu etablieren.

Kernaussagen zu bewegungspsychologische Gruppe
  • Interdisziplinäres Team: Die Gruppe wird stets doppelt betreut – durch Psycholog:innen (für den Kopf) und Physiotherapeut:innen (für den Körper).
  • Theorie & Praxis: Jede Sitzung besteht aus einem Gesprächsteil (Wissensvermittlung) und einer direkten Umsetzung in einer Sporteinheit.
  • Kein Leistungsdruck: Es geht nicht um Höchstleistungen, sondern um die individuelle Belastungssteuerung mittels Pulsuhren und Selbsteinschätzung.
  • Nachhaltigkeit: Ziel ist es, Strategien zu erlernen, um Sport dauerhaft und mit Freude in den Alltag zu integrieren.

    Das Konzept: Mehr als nur Sport

    Unser Angebot unterscheidet sich von klassischen Sportgruppen durch den psychoedukativen Ansatz. Wir möchten nicht nur, dass Sie sich bewegen, sondern dass Sie verstehen, was die Bewegung mit Ihrer Psyche macht.

    Das Programm verfolgt das Ziel, sportliche Aktivität (wieder) funktional in Ihren Alltag zu integrieren. Sie lernen:

      • Grundlagen: Wie wirkt Bewegung auf meine Stimmung, meinen Schlaf und meine Anspannung?
      • Strategien: Wie überwinde ich den "inneren Schweinehund" und plane realistische Ziele?
      • Erleben: Wie fühlt es sich an, wenn Stress durch Bewegung abgebaut wird?

      Ablauf und Rahmenbedingungen

      Das Programm ist als modularer Kurs konzipiert, der sich über ca. 5 bis 6 Wochen erstreckt. Ein Einstieg ist jederzeit möglich (rotierendes System).

      • Dauer & Frequenz: 1 Gruppentermin wöchentlich à ca. 100 bis 120 Minuten.
      • Struktur: Jede Einheit beginnt mit einem theoretischen Input und Austausch, gefolgt von der Praxiseinheit.
      • Sicherheit & Steuerung: Wir nutzen moderne Pulsuhren zur objektiven Belastungssteuerung. Ergänzend führen wir vor und nach jeder Einheit eine Stimmungsskala (Selbsteinschätzung) durch, um die direkten Effekte sichtbar zu machen.
      • Hausaufgaben: Zwischen den Sitzungen führen Sie ein Aktivitätstagebuch, um eigene Bewegungseinheiten zu planen und Fortschritte zu dokumentieren.

        Das Programm im Überblick

        Jede Sitzung widmet sich einem spezifischen Schwerpunktthema. Die praktischen Übungen finden je nach Inhalt drinnen oder draußen statt.

          SitzungTheoriePraxisAusrüstung

          1. Symptome psychischer Erkrankungen

          Wie wirkt Ausdauersport auf Depression und Angst?Gehen oder moderates Joggen im Freien.Wetterfeste Sportkleidung für draußen.

          2. Bewegungsziele setzen

          Wie definiere ich ein spezifisches Ziel?Kraftzirkel (Indoor)Sportkleidung für drinnen (Handtuch).

          3. Bewegungsziele setzen

          Wie definiere ich ein messbares Ziel?Ausdauereinheit (Outdoor)Wetterfeste Sportkleidung für draußen.

          4. Konzentration und Aufmerksamkeit

          Der Zusammenhang von körperlicher Aktivität und kognitiver Leistungsfähigkeit.Koordinations- und Konzentrationsübungen, die Kopf und Körper gleichzeitig fordern.Sportkleidung für drinnen (Handtuch).

          5. Hürden überwinden

          Was hindert mich im Alltag? Wir erstellen konkrete "Wenn-Dann-Pläne" für schwierige Tage.Gehen oder Joggen mit Fokus auf Überwindung.Wetterfeste Sportkleidung für draußen.

          6. Entspannung durch Belastung

          Stressabbau und Regulation von Anspannung.Bewegte EntspannungsverfahrenSportkleidung für drinnen (Handtuch).

          Häufige Fragen zu bewegungspsychologische Gruppe

          Medizinisch geprüft von:
          Dr. med. Dipl.- Psych. Thomas Frittrang (Chefarzt / Leitender Psychologischer Psychotherapeut) und Dr. med. Björn Kruse (Stv. Chefarzt / Leitender Oberarzt) 

          Datum der letzten Prüfung: 16. Januar 2026

          Wissenschaftliche Quellen: 

          Themenbereiche Psychische Gesundheit, Stress & Schlaf
          Asmundson, G. J., et al. (2013). Let's get physical: a contemporary review of the anxiolytic effects of exercise for anxiety and its disorders. Depress Anxiety, 30(4), 362-373. Harvey, S. B., et al. (2018). Exercise and the Prevention of Depression: Results of the HUNT Cohort Study. Am J Psychiatry, 175(1), 28-36. Jacquart, J., et al. (2018). The effects of exercise on transdiagnostic treatment targets: A meta-analytic review. Behaviour Research and Therapy. Klaperski, S., et al. (2014). Effects of a 12-week endurance training program on the physiological response to psychosocial stress in men. Journal of behavioral medicine, 37(6), 1118-1133. Kredlow, M. A., et al. (2015). The effects of physical activity on sleep: a meta-analytic review. J Behav Med, 38(3), 427-449. Lazarus, R. S. (1999). Stress and emotion: A new synthesis. Springer Publishing Company. McEwen, B. S. (2007). Physiology and neurobiology of stress and adaptation: central role of the brain. Physiol Rev. 87(3):873-904. Morres, I. D., et al. (2018). Aerobic exercise for adult patients with major depressive disorder in mental health services: A systematic review and meta-analysis. Depress Anxiety. Mücke, M., et al. (2018). Influence of Regular Physical Activity and Fitness on Stress Reactivity. Sports Med., 48(11):2607-2622. Zeibig, J.-M., et al. (2023). The increase in vagally-mediated heart rate variability mediates treatment effects of exercise on global symptom severity. Mental Health and Physical Activity, 25, 1-14.

          Themenbereiche Kognition, Motivation & Zielsetzung
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          Themenbereiche Sportmedizin, Training & Regeneration
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          Themenbereiche Leitlinien & Empfehlungen
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          Natur & Umgebung Albstadt
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