Chronische Schmerz- und somatoforme Störungen: Ganzheitliche multimodale Therapie in der Akutklinik Albstadt

Chronische Schmerzen und somatoforme Störungen gehören zu den häufigsten und belastendsten Erkrankungen. Sie führen oft zu einer massiven Einschränkung der Lebensqualität, sozialem Rückzug und drohen nicht selten mit dem Verlust des Arbeitsplatzes oder der Berufsfähigkeit. Wenn körperliche Untersuchungen keine eindeutige Ursache für starke, wiederkehrende Schmerzen liefern, ist ein ganzheitlicher, multimodaler Therapieansatz essenziell. In der Akutklinik Albstadt behandeln wir den Schmerz nicht nur als körperliches Symptom, sondern integrieren psychologische und psychosomatische Komponenten, um eine nachhaltige Besserung zu erzielen.

Kernaussagen zur schmerz- und somatoforme Störungen
  • Ernstzunehmendes Leid: Wir validieren Ihre Beschwerden unabhängig vom organischen Befund. Somatoforme Störungen sind reale Erkrankungen, keine Einbildung.
  • Teufelskreis durchbrechen: Wir behandeln die Wechselwirkung aus Schmerz, Depression, Schlafstörungen und sozialem Rückzug.
  • Multimodaler Ansatz: Die Kombination aus medizinischer Schmerztherapie und psychologischer Begleitung bietet die besten Heilungschancen.
  • Arbeitskraft erhalten: Unser Ziel ist es, einer drohenden Berufsunfähigkeit durch frühzeitige, ganzheitliche Intervention entgegenzuwirken.

Was sind Schmerz- und Somatoforme Störungen?

Chronische Schmerzstörungen liegen vor, wenn Schmerzen über einen Zeitraum von mindestens sechs Monaten anhalten oder immer wiederkehren und die Betroffenen in ihrem Alltag stark einschränken. Die Schmerzintensität und Ausprägung kann dabei stark variieren.

Somatoforme Störungen beschreiben körperliche Beschwerden (wie Schmerzen, Magen-Darm-Probleme oder Herzrasen), für die nach intensiver ärztlicher Untersuchung keine ausreichende organische Erklärung gefunden werden kann. Der Schmerz oder die körperliche Einschränkung ist real und führt zu echtem Leiden, wird jedoch maßgeblich durch psychische Faktoren beeinflusst oder aufrechterhalten.

Häufige Schmerzbilder:

  • Chronische Rückenschmerzen 
  • Spannungskopfschmerz und Migräne 
  • Fibromyalgie (Muskelschmerz)
  • Gelenk- und Nervenschmerzen

Wichtig:
Der fehlende körperliche Befund bedeutet nicht, dass der Schmerz „eingebildet“ ist. Er ist eine komplexe Reaktion des zentralen Nervensystems, die einen ganzheitlichen Behandlungsansatz erfordert.

Die Spirale des chronischen Schmerzes und psychische Folgen

Patient:innen, die in die Akutklinik Albstadt kommen, haben meist einen langen Weg hinter sich. Die oft negativen Befunde führen zu Frustration und Verzweiflung. 

Dieser Umstand kann eine negative Spirale in Gang setzen:

  1. Schmerz: Führt zu Schonhaltung und Bewegungsvermeidung. 
  2. Körperliche Folgen: Muskelabbau, weitere Verspannungen und Gelenkprobleme, die den Schmerz intensivieren. 
  3. Psychische Folgen: Angst vor Bewegung, Schlafstörungen, zunehmende Schmerzintensivierung, verminderte Schmerztoleranz und sozialer Rückzug
  4. Sekundärerkrankungen: Oft entstehen als Begleitdiagnosen Depressionen oder Angsterkrankungen.

Vor diesem Hintergrund ist es zwingend notwendig, sowohl die Schmerzempfindung als auch die seelische Beeinträchtigung gleichermaßen und aufeinander abgestimmt zu behandeln.

Das ganzheitliche Therapiekonzept der Akutklinik Albstadt

Unsere Ärzt:innen und Therapeut:innen erarbeiten eine individuell maßgeschneiderte Gesamtbehandlung, die eine Übertragung der erlernten Strategien in den Alltag ermöglicht. Ziel ist eine spürbare und nachhaltige Verbesserung der Lebensqualität.

Die Therapie findet in einem integrativen Setting statt, bei dem alle Fachbereiche – von der Schmerztherapie über die Psychosomatik bis hin zur Physiotherapie – eng miteinander verzahnt sind.

TherapiebausteinFokusZiel

Schmerzmedizinische Einstellung

Anpassung oder Neueinstellung der Schmerzmedikation unter enger ärztlicher Beobachtung.Optimale Schmerzlinderung bei minimalen Nebenwirkungen.

Psychotherapie (Einzel- und Gruppe)

Schmerzbewältigungstherapie, Biofeedback, Achtsamkeit, Stressbewältigung.Verbesserung der Schmerztoleranz, Erlernen neuer, aktiver Strategien zur Schmerzbeeinflussung (Kognitive Verhaltenstherapie).

Körper- & Physiotherapie

Medizinische Trainingstherapie, sanfte Bewegungstherapie, Entspannungsverfahren (z.B. Progressive Muskelentspannung).Auflösung von Schonhaltungen, Wiederaufbau von Muskulatur und Freude an der Bewegung.

Kreativtherapien

Kunst-, Musik- oder Gestaltungstherapie.Ausdruck von Emotionen und Stress, die oft in den Schmerzen gebunden sind.

Die Therapie findet in einem integrativen Setting statt, bei dem alle Fachbereiche – von der Schmerztherapie über die Psychosomatik bis hin zur Physiotherapie – eng miteinander verzahnt sind.

Häufige Fragen zu schmerz- und somatoforme Störungen

Medizinisch geprüft von: Dr. med. Dipl.- Psych. Thomas Frittrang (Chefarzt / Leitender Psychologischer Psychotherapeut) und Dr. med. Björn Kruse (Stv. Chefarzt / Leitender Oberarzt)
Datum der letzten Prüfung: 08. Januar 2026

Natur & Umgebung Albstadt
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