Anpassungsstörungen: Hilfe bei Lebenskrisen in der CuraMed Akutklinik Albstadt
Jeder Mensch erlebt im Laufe seines Lebens Phasen des Umbruchs – sei es eine Trennung, Konflikte im Job oder ein Trauerfall. Meist gelingt es uns, uns mit der Zeit an die neuen Umstände zu gewöhnen. Doch manchmal ist die Last zu schwer. Wenn die Bewältigung aus eigener Kraft nicht mehr gelingt und der Alltag zur unüberwindbaren Hürde wird, spricht man von einer Anpassungsstörung. In der CuraMed Akutklinik Albstadt bieten wir Ihnen den geschützten Raum und die professionelle Unterstützung, um in dieser Krise wieder Boden unter den Füßen zu gewinnen.
- Abstand gewinnen: Der stationäre Aufenthalt bietet die oft notwendige Distanz zur belastenden häuslichen oder beruflichen Situation.
- Reaktion auf Belastung: Wir behandeln die Störung als direkte Folge eines Ereignisses – und grenzen sie sorgfältig von anderen Erkrankungen ab.
- Ressourcen stärken: Ziel ist nicht nur die Stabilisierung, sondern der Aufbau neuer Bewältigungsstrategien (Resilienz).
- Prävention: Rechtzeitige Behandlung verhindert oft den Übergang in eine chronische Depression oder Angststörung.
Wenn die Seele nicht mehr "mitkommt": Was ist eine Anpassungsstörung?
Eine Anpassungsstörung ist eine psychische Reaktion auf ein oder mehrere deutlich identifizierbare Lebensereignisse. Die Seele schafft es nicht, das Geschehene im gewohnten Zeitrahmen zu verarbeiten.
Typische Auslöser sind oft negative Ereignisse:
- Trauerfälle und Verluste
- Trennung oder Scheidung
- Arbeitsplatzverlust, Mobbing oder schwere berufliche Konflikte
- Unfälle, Einbruch oder Operationen
- Diagnose einer schweren körperlichen Erkrankung
Wichtig:
Auch Ereignisse, die eigentlich als positiv gelten, können eine Anpassungsstörung auslösen, da sie eine immense Umstellung erfordern. Dazu gehören die Heirat, die Geburt eines Kindes (Parenthood Adjustment) oder der Eintritt in den Ruhestand.
Symptome: Wie äußert sich die Überforderung?
Betroffene berichten oft, dass sie sich "wie gelähmt" fühlen. Das Gedankenkarussell dreht sich ständig um das Ereignis, und der Blick in die Zukunft ist versperrt.
- Emotional: Gefühle von Hilflosigkeit, Verzweiflung, innere Leere, Reizbarkeit oder Ängste.
- Kognitiv: Grübelzwang, Konzentrationsstörungen, ständiges gedankliches Verharren in der "alten" Situation (z. B. vor der Trennung).
- Verhalten: Sozialer Rückzug, Freudlosigkeit, Vermeidung von Anforderungen.
- Körperlich: Schlafstörungen, innere Unruhe, Herzklopfen oder Magenbeschwerden.
Warum eine Behandlung wichtig ist
Unser Therapiekonzept: Neuorientierung im geschützten Rahmen
Unser Ziel ist es nicht, das Ereignis ungeschehen zu machen, sondern Sie wieder handlungsfähig zu machen. Der stationäre Aufenthalt bietet Ihnen hierfür den oft entscheidenden Vorteil: Abstand.
1. Stabilisierung & Entlastung
Unser interdisziplinäres Team analysiert gemeinsam mit Ihnen die Situation und entwickelt neue Bewältigungsstrategien. Durch die Kombination aus Psychotherapie, Ressourcenaktivierung und Kreativtherapie stärken wir gezielt Ihre psychische Widerstandskraft (Resilienz) für die kommende Zeit.
Die Therapie zielt darauf ab, die gewonnenen Erkenntnisse fest in Ihren Alltag zu verankern. Wir erarbeiten konkrete Verhaltensweisen, mit denen Sie zukünftigen Herausforderungen gewappnet sind und Ihrem Lebensweg wieder mit neuer Zuversicht begegnen können.
Häufige Fragen zu Anpassungsstörung
Ist eine Anpassungsstörung das Gleiche wie eine Depression?
Wie lange dauert die Behandlung?
Kann auch etwas Erfreuliches wie eine Beförderung krank machen?
Medizinisch geprüft von: Dr. med. Dipl.- Psych. Thomas Frittrang (Chefarzt / Leitender Psychologischer Psychotherapeut) und Dr. med. Björn Kruse (Stv. Chefarzt / Leitender Oberarzt)
Datum der letzten Prüfung: 08. Januar 2026

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